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    Kesselhaus Kindl Brauerei, Eröffnung der 48 Stunden Neukölln, Spiel der Objekte, Katrin Wegemann © Caterina Böcker
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    kunstraum t27, Stoffwechsel, Gerhard Mantz © Martin Steffens
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    Kulturdachgarten Klunkerkranich, Fotoinstallation Hands on Neukölln, Sascha Boldt © Dario Lehner
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    Kulturdachgarten Klunkerkranich © Angi Fischer
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    Vor dem Kesselhaus Kindl Brauerei, Eröffnungsveranstaltung, Performance Sabia Khan (mit Selina Senti) © Chistiane Schröder
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    Hier ist Kunst © Martin Steffens
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    Rikscha Shuttle © Dario Lehner
 

EINLEITUNG

 
 

48 STUNDEN NEUKÖLLN – DAS KUNSTESTIVAL ist weiterhin eines der bedeutendsten freien Kulturprojekte Berlins, das nicht nur viele der ansässigen KünstlerInnen und gesellschaftlichen AkteurInnen einlädt und einbindet. In den letzten Jahren ist das Interesse auswärtiger KünstlerInnen und BesucherInnen stetig gewachsen. In unserem „Labor Nord-Neukölln“ laden wir dazu ein, mit Hilfe zeitgenössischer Kunst das Leben in einem urban verdichteten, multikulturell geprägten Stadtteil zu ergründen, zu erleben und dabei Erfahrungen zu sammeln, die überregional von Interesse sind. Zugleich stärken die 48 STUNDEN die kulturelle Vielfalt und kommunizieren Neuköllns kreativen und kulturellen Reichtum in einer breiten Öffentlichkeit.

Unter dem Jahresmotto „Perspektivwechsel!“ verhandelte es 2013 die Bedingungen und Möglichkeiten einer transkulturellen Gesellschaft. „Perspektivwechsel!“ thematisierte die menschliche Fähigkeit, sich Gedanken, Wahrnehmungen und Meinungen anderer Personen vorstellen zu können und diese für eine bestimmte Zeit zu übernehmen. Das Thema forderte sowohl KünstlerInnen als auch BesucherInnen auf, aus der Beschränktheit der eigenen „Ich-Hier-Jetzt-Position“ gedanklich herauszutreten und in die Perspektive anderer Personen oder Gruppen zu wechseln. Erst diese Fähigkeit zum kognitiven Wechsel in andere kulturelle Zusammenhänge und Altersschichten erlaubt ein soziales und künstlerisches Handeln jenseits der scheinbar vorherrschenden „Alternativlosigkeit“.

Das Publikum hielt uns auch 2013 die Treue. Die Zahl der BesucherInnen war deutlich höher als im Vorjahr. Auch aufgrund des guten Wetters und der erweiterten Öffentlichkeitsarbeit haben etwa 75.000 Menschen die ca. 250 Festivalorte mit den rund 400 Veranstaltungen besuchten.